Patenschaft für die kranke Tina übernehmen!

Tina jetzt auf ihrer Pflegestelle. Ihre Augen glänzen wieder und sie wirkt entspannt und glücklich.

Am 20.10.2017 ereignete sich bei uns ein dramatischer und sehr außergewöhnlicher Fall, der nicht nur Tierleid, sondern auch ein trauriges Menschenschicksal beinhaltete. Um 22 Uhr dieses Tages stoppte die Polizei bei Geisenhausen ein vom Fahrstil her auffälliges Auto. Darin fanden sie nicht nur einen 72 jährigen Mann und sehr viel Müll, sondern auch zwei verstörte Katzen, die mit Paketband aneinander und  an der Rücksitzbank festgebunden waren. Den verwirrt wirkenden Mann brachte die Polizei ins Klinikum Ingolstadt, die Katzen in unseren Fundtiercontainer. 

 

Am Morgen des 21.10.2017 fanden wir dort die völlig verängstigten Katzen. Mit Paketband hatte der Besitzer ein Brustgeschirr nachgestellt, indem er die Schnüre um Hals, Brust und Bauch gebunden hatte. Leider waren die dafür völlig ungeeigneten Bänder offenbar dauerhaft und für eine lange Zeit an den Katzen befestigt gewesen. Bei Tina war die Schnur bereits in der Haut eingewachsen, weswegen ihr Hals nach dem Entfernen genäht werden musste. Bei Minka wird am Hals nie wieder Fell wachsen. 

 

Noch innerhalb der ersten Woche hatte sich auch der Besitzer bei uns gemeldet, der auch später immer wieder angerufen hatte. Weil er oft unterwegs sei und ihm auch einmal eine Katze überfahren worden war, wollte er sie nicht alleine Zuhause lassen. Zusätzlich stellte sich heraus, dass er vor kurzem schwere private Schicksalsschläge erlitten hatte, welche ihn wohl völlig aus der Bahn geworfen haben. Die Katzen hatte er immer bei sich um sie zu schützen und nicht allein zu sein. Er ging abends mit ihnen Gassi und  band sie während der Fahrt aneinander und an den Sitz, damit sie nicht in den Fußraum springen können.

 

Tatsächlich klang der arme alte Mann am Telefon sehr besorgt und als bedeuten ihm seine Katzen sehr viel. Die Tragweite seines Handelns und das Leiden, welches er seinen geliebten Tieren angetan hat, war ihm hingegen nicht bewusst.

 

Leider musste Minka Anfang Januar eingeschläfert werden, da sie unter der nicht heilbaren Felinen Dysautonomie litt. Sie konnte keine Nahrung mehr verdauen und wurde immer dünner.
Tina, die von Beiden eigentlich unser Sorgenkind war, hat sich nach drei Monaten intensivster Behandlung sehr gut erholt. Sie ist
am 17.01.18 auf einen Pflegeplatz gezogen und fühlt sich dort sehr wohl. Sie schmust inzwischen sehr mit ihrer Pflegerin und hat auch das erste Mal gespielt. Sie wird auf ihrer Pflegestelle bleiben. Wir suchen noch Menschen, die bereit wären eine Patenschaft für Tina zu übernehmen. Sie hat leider durch die Stauungen Probleme mit ihren Organen und muss täglich Medikamente nehmen.