Tierherberge Pfaffenhofen

an der Ilm

Wir heißen alle Tierfreunde herzlich Willkommen

Die Tierherberge  ist eine Zufluchtsstätte für Tiere, die aus unterschiedlichsten Gründen Hilfe benötigen.

Unser Zuständigkeitsbereich bei Fundtieren umfasst den  gesamten Landkreis Pfaffenhofen (ausgenommen sind die Gemeinden Manching und Ernsgaden, diese arbeiten mit dem Tierheim Ingolstadt zusammen).

 

Abgabetiere können unabhängig vom Herkunftsort bei einem Tierheim Ihrer Wahl abgegeben werden, sofern dessen Kapazitäten eine Aufnahme zulässt.

 

Neben der Aufnahme von Fund- und Abgabetieren, können auch Tiere in Pension genommen werden, dies ist jedoch abhängig von vorhandenen Platzmöglichkeiten.

 

Das gesamte Team der Tierherberge Pfaffenhofen setzt alles daran, dass sich unsere Tiere bis zu ihrer Weitervermittlung bei uns wohlfühlen. Schauen Sie doch einfach mal zu unseren Öffnungszeiten oder bei unseren zahlreichen Veranstaltungen bei uns vorbei und überzeugen Sie sich selbst!

 

Da wir ein  kleineres Tierheim sind, ist die Aufnahmekapazität gerade bei Hunden recht begrenzt. Bei Katzen schaut es etwas besser aus; da jedoch sowohl im Frühjahr als auch oft nochmals im Herbst viele Katzen, die entweder trächtig sind oder aber ihre Jungen bereits geworfen haben, dazukommen, kann es auch hier zu Engpässen bei der Aufnahme und Unterbringung kommen.

 

Bei den Kleintieren schwankt die Aufnahmekapazität, je nach Platzbedarf der Tiere, mehr oder weniger stark.

 

Die Betreuung der Tiere erfolgt durch unsere geschulten Tierpfleger und durch eine Vielzahl ehrenamtlicher Helfer. Die tierärztliche Versorgung im Tierheim wird durch eine erfahrene und kompetente Tierarztpraxis sichergestellt. 

 

Damit unsere Hunde sich problemlos in ihr zukünftiges Zuhause integrieren können, stehen fachlich versierte Hundetrainer zur Verfügung.

 

Gerade unsere ehrenamtlichen Helfer leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, dass sich all unsere Schützlinge in der Tierherberge wohlfühlen. Futter, Wasser, ein warmer Schlafplatz und gute tierärztliche Versorgung sind zwar die Grundlage für das Wohlergehen der Tiere, doch die menschliche Nähe und Zuwendung sind es, die unseren Schützlingen den Aufenthalt bei uns wesentlich erleichtert.


Tierheime werden vom Land Bayern erst seit Kurzem  geringfügig bei Investitionskosten gestützt.(Doppelhaushalt 2019/2020 mit 2 Millonen Euro für alle bayerischen Tierheime) Ein Tropfen auf den heißen Stein. Deswegen sind wir auf Mitglieder und Spenden angewiesen. Unterstützen Sie uns durch eine Mitgliedschaft. Denn durch Ihren Beitrag können wir weiterhin Tieren helfen, die unsere Hilfe dringend benötigen!

 




News

Achtung: Pensionsplätze sind bei allen Tiergruppen bis Ende September ausgebucht! Wir können keine Reservierungen für die Sommerferien mehr annehmen.


Machen Sie sich nicht mitschuldig am Katzenelend.  Lassen Sie Ihre Freigängerkatze unbedingt kastrieren!


Bin gleich wieder da, Liebling!

 

 

Von Paul Ehrenreich

Brüllend heiß wird’s in den kommenden Tagen. Der Sommer kommt und mit ihm Temperaturen weit über 30 Grad. Wie jedes Jahr werden in den kommenden Tagen erneut Hunde in siedend heißen Blechbüchsen sterben. Oder, wenn sie Glück haben, „nur“  kollabieren.


Diese Blechbüchsen haben einen Namen: Autos. Kurz mal abgestellt, um schnell etwas abzuholen. „Guter Hund. Schön warten. Bin gleich zurück, mein Liebling.“

Häufig lebt der Liebling nicht mehr, wenn der Besitzer zurückkommt. Irgendwas hat doch länger gedauert als geplant. Danach noch der kurze Ratsch mit dem alten alten Bekannten, den man Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat. Tatsächlich, war ich wirklich fast eine Stunde weg?

 

Sandra Lob ist Tierheimleiterin und hat selbst einen Hund. Sie warnt eindringlich davor, Tiere bei diesen Temperaturen im Auto zu lassen. Auch nicht „nur ganz kurz“. Sogar dann nicht, wenn das Fenster einen Spaltbreit offen bleibt: „Das bringt gar nichts, weil die Luft nicht zirkuliert“, erklärt Lob. Sie hat in 25 Jahren Einsatz für den Tierschutz viele Fälle erlebt, in denen Tiere von Polizei oder Feuerwehr aus ihren Autos befreit werden mussten. Nicht selten, als es zu spät war.


Vor Jahren hat sie – unter Beobachtung –  einen Selbstversuch gemacht und sich in ein  Auto gesetzt, das in praller Sonne stand. Sie rät dringend ab, dieses Experiment zu wiederholen. „Nachdem das jedes Jahr wieder und wieder passiert, wusste ich natürlich, dass das heftig ist. Dennoch hätte ich nicht vermutet, wie schnell man panisch wird und die Sache sich wirklich existenzbedrohend entwickelt. Nach nur fünf Minuten habe ich's nicht mehr ausgehalten. Ich musste ich einfach raus.“

 

Dabei hatte sie einen unschätzbaren Vorteil gegenüber einem eingesperrten Hund: Sie konnte selbst entscheiden, wann das Experiment abgebrochen wurde. Hunde können das nicht entscheiden, sie sind auf Hilfe angewiesen – auf  Gedeih und Verderb.“

 

Lob bemüht einen Vergleich. Man müsse sich nur vorzustellen, in einer heißen Sauna zu sitzen, bei der plötzlich die Tür von außen versperrt sei. Die bloße  Gedanke, man könne nicht jederzeit raus, mache psychisch einen dramatischen Unterschied. Sogar wenn die Tür nach wie vor offen ist.

 



Hund im Auto eingesperrt? Was Sie tun sollten – und was Sie besser lassen

 

Allerdings sind viele Menschen unsicher, was zu tun ist, wenn ihnen ein in sengender Sonne schmorender Hund im Auto auffällt. Soll man, muss man, darf man einschreiten? Aus Unwissenheit gehen viele dann einfach weiter.Motto: Die Besitzer werden sicher bald  zurück sein. Verlassen sollte man sich darauf lieber nicht.

Hier sind Sandra Lobs wichtigsten Tipps,  wie Sie sich verhalten sollten, falls Sie je in diese Situation kommen:

 

 - Bleiben Sie einige Minuten stehen, um den Hund zu beobachten. Notieren Sie die genaue Uhrzeit  Ihrer Ankunft, um Ihre Wartezeit realistisch einzuschätzen. Bitten Sie vorsorglich bereits jetzt Passanten, mit Ihnen zusammen kurz zu warten. Spaziergänger oder Gassigeher sind wertvolle Zeugen, sollte es später zu Streitigkeiten mit dem Hundebesitzer kommt. Machen Sie Fotos des Autos und dessen Umgebung,

 

- Fotografieren Sie nach Möglichkeit auch das Tier im Auto. Achtung: Aus rechtlichen Gründen dürfen Sie diese Fotos keinesfalls in sozialen Medien posten oder anderweitig veröffentlichen. Die Bilder dienen lediglich den Behörden als Beweismaterial.

 

- Die Wartezeit, bis Sie die Polizei rufen, lässt sich nicht generell festlegen. Sie hängt ab von der HItze, von Konstitution und Kondition des Hundes, von dessen  Alter und Gesundheit, eventuell seiner Leibesfülle. Da Sie vermutlich kein Mediziner sind, lassen Sie ihren gesunden Menschenverstand entscheiden.

 

- Rufen Sie die Polizei, falls der Besitzer in absehbarer Zeit nicht auftaucht! Beschreiben Sie kurz die Umstände und wie lange Sie den Hund bereits beobachten. Fragen Sie höflich nach, wie lange es voraussichtlich dauern wird, bis die Beamten vor Ort sein können. Die Polizei kann veranlassen, dass das Auto geöffnet wird. Häufig erstatten die Beamten gleichzeitig Anzeige gegen den Tierhalter.

 

- Definitiv kritisch ist Situation spätestens dann, wenn der Hund schon apathisch auf der Seite liegt (eventuell streckt er Kopf und Hals noch in die Höhe, um atmen zu können), extrem stark hechelt und / oder nicht mehr außerhalb des Autos reagiert.

 

- Sie sollten nicht vorschnell Tatsachen schaffen und zu einem Stein oder ähnlichem greifen. Andererseits aber auch nicht warten, bis der Kreislauf versagt und es zu spät ist! Wenn Sie – eventuell zusammen mit einem Zeugen – der Überzeugung sind, es gehe jetzt um Leben und Tod, öffnen Sie als wirklich letztes Mittel das Auto auf eigene Faust! Indem Sie beispielsweise eine Scheibe einschlagen. Von Ihnen wird allerdings erwartet, dass Sie den dabei entstehenden Schaden so gering wie möglich halten. Also beispielsweise nicht die Frontscheibe zertrümmern, sondern das kleinste Fenster und dann die Verriegelung von innen öffnen. Bei der Abwägung, ob die Scheibe kaputt geht oder der Hund ums Leben kommt, wird kein vernünftiger Mensch sich für die Scheibe entscheiden.

          

Sandra Lob abschließend: „Ich möchte denjenigen sehen, der sich dann vor den Richter stellt und die alte, unerträgliche Floskel bemüht, „Das war doch nur ein Tier“.

 

 

 


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